Reisemedizin

 

Auszug aus den aktuellen Meldungen

 

Ägypten

Dengue: Im November sind 2 europäische und 2 russische Touristen nach der Rückkehr aus Hurghada in den jeweiligen Heimatländern erkrankt. Presseberichten zufolge soll es in der bei Touristen beliebten Stadt weitere Erkrankungen und einen Todesfall geben. Seit September wurden in der Stadt al-Qusair am Roten Meer ca. 1.200 Infektionen gemeldet. Der letzte Ausbruch mit etwa 250 Fällen wurde im Oktober 2015 in einem Dorf im Distrikt Dayrout (Gouvernement Asyut) verzeichnet. Mückenschutz beachten.

Meldung eingestellt am: 01.12.2017

 

Australien

Meningokokken-Krankheit: Seit September wurden in den Bundesstaaten Northern Territory und Western Australia vermehrt Infektionen mit Meningokokken der Serogruppen W und Y gemeldet. Die Behörden haben eine Impfkampagne gestartet. Reisende mit engem Kontakt zur lokalen Bevölkerung sollten eine tetravalente Impfung erwägen.

Meldung eingestellt am: 24.11.2017

 

Brasilien

Gelbfieber: Im Oktober ist in Itatiba (Bundesstaat Sao Paulo) ein 76-jähriger Mann verstorben. Anfang November wurde der zweite Fall bestätigt. Seit Ende Oktober wurden in der Stadt Sao Paulo 18 Verdachtsfälle gemeldet. Zuvor waren in den betroffenen Regionen zahlreiche Affen an der Infektion verendet. 15 Parks in Sao Paulo wurden vorübergehend geschlossen. Die Behörden haben die Bevölkerung zur Impfung aufgefordert. Zwischen Dezember letzten und August dieses Jahres wurde der größte Gelbfieberausbruch der letzten 30 Jahre verzeichnet. Am stärksten betroffen war der Südosten des Landes. Derzeit wird noch für alle Reisenden eine Impfung empfohlen.

Meldung eingestellt am: 21.11.2017

 

Burkina Faso

Dengue: Seit Anfang August waren die Fallzahlen gestiegen, seit Anfang November geht die Zahl der Neuinfektionen langsam zurück. Besonders betroffen ist die Region Centre. Seit Anfang des Jahres sind ca. 13.000 Menschen erkrankt und 28 verstorben. Schutz vor überwiegend tagaktiven Stechmücken beachten.

Meldung eingestellt am: 05.12.2017

 

Chile

Hepatitis A: Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Fallzahlen in diesem Jahr landesweit mehr als verdoppelt. Bis Anfang Oktober wurden etwa 2.230 Infektionen gemeldet. Am stärksten betroffen sind die Regionen Metropolitana de Santiago, Biobio, Antofagasta und Valparaiso. Reisende sollten Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene beachten, eine Impfung ist zu empfehlen.

Meldung eingestellt am: 05.12.2017

 

Jemen

Cholera: Im Oktober 2016 wurde ein Ausbruch gemeldet, bis Ende März dieses Jahres wurden ca. 23.500 Fälle gemeldet, 108 Menschen sind verstorben. Seit Ende April haben die Erkrankungen erneut stark zugenommen. Mitte Mai hat die Regierung für die Hauptstadt Sanaa den Notstand erklärt. Landesweit wurden seit Ende April etwa 960.000 Fälle registriert, mehr als 2.219 Menschen sind verstorben. Hygiene und ggf. Impfschutz beachten.

Meldung eingestellt am: 01.12.2017

 

Kanada

Mumps: Seit September 2016 sind in der Provinz Manitoba 1.268 Menschen erkrankt. Betroffen sind überwiegend Studenten der Universitäten Manitoba und Winnipeg und der Université de Saint-Boniface in Winnipeg. In Toronto (Provinz Ontario) wurden seit Januar mindestens 118 Fälle gemeldet. In der gesamten Provinz wurden 234 Fälle gemeldet, die höchsten Fallzahlen seit 8 Jahren. Solche lokalen Ausbrüche kommen immer wieder vor, Austauschschüler und Studenten sollten ihren Impfschutz vor der Abreise überprüfen.

Meldung eingestellt am: 28.11.2017

 

Kap Verde

Malaria: Im Juli, noch vor Beginn der Regenzeit, wurden 49 lokale Infektionen in der Hauptstadt Praia (Insel Santiago) gemeldet. Bis Mitte November ist die Zahl der Fälle auf ca. 420 gestiegen. 2 Menschen sind verstorben. Es sind die höchsten Fallzahlen auf Kap Verde seit 1991. Sehr guter Mückenschutz ist immer zu beachten, die Mitnahme einer Notfallmedikation ist während und nach der Regenzeit (August bis Oktober) sinnvoll.

Meldung eingestellt am: 01.12.2017

 

Kenia

Cholera: Ende November sind in Mombasa 7 Menschen verstorben und mindestens 116 weitere erkrankt. Infolge heftiger Regenfälle wird mit einer weiteren Zunahme der Fälle gerechnet. In diesem Jahr wurden landesweit ca. 3.900 Infektionen und mindestens 75 Todesfälle registriert. Am stärksten betroffen sind die Countys Garissa, Kajiado und Nairobi. Seit Ende Dezember 2014 wurden landesweit ca. 17.600 Infektionen mit mindestens 245 Todesfällen gemeldet. Hygiene beachten, Impfschutz für Risikoreisende erwägen.

Meldung eingestellt am: 08.12.2017

 

Madagaskar

Pest: Seit Ende August gibt es einen Ausbruch mit 2.417 Erkrankungen und 219 Todesfällen. Die Mehrzahl der Patienten ist an der leicht übertragbaren Lungenpest erkrankt, die übrigen haben eine Beulenpest entwickelt. Insgesamt sind 56 Distrikte betroffen, die meisten Infektionen stammen aus dem Distrikt Toamasina (NO) und der Hauptstadt Antananarivo. Die Zahl der Neuinfektionen geht seit Ende Oktober zurück. Nachdem 24 Tage keine neue Erkrankung bestätigt wurde, hat das Gesundheitsministerium den Ausbruch Ende November für beendet erklärt. Auf Madagaskar kommt die Krankheit regelmäßig vor und tritt vermehrt in der Regenzeit auf. Bis April kann es deshalb weiterhin zu einzelnen Infektionen kommen. Der überwiegende Teil der Patienten entwickelt in der Regel eine sog. Beulenpest. Laut WHO ist es das Land mit den meisten Fällen weltweit. Das Risiko für Reisende ist weiterhin gering. Schutz vor Flöhen beachten und Kontakt mit infizierten Menschen meiden.

Meldung eingestellt am: 08.12.2017

 

Nigeria

Gelbfieber: Im September sind im Bundesstaat Kwara (W) 2 Mädchen erkrankt. Die Behörden haben Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet, eine Impfkampagne hat begonnen. Bis Ende November wurden landesweit 276 Verdachtsfälle und 45 Todesfälle gemeldet, die Bundesstaaten Abia, Borno, Kano, Kwara, Kogi, Kebbi, Plateau, und Zamfara sind betroffen. Eine Impfung ist für alle Reisenden empfohlen.

Meldung eingestellt am: 01.12.2017

 

Pakistan

Dengue: Seit Juli wurden aus der Provinz Khyber Pakhtunkhwa (N) mehr als 87.250 Verdachtsfälle und mindestens 67 Todesfälle gemeldet. Betroffen ist auch die Provinzhauptstadt Peshawar. In Karachi (Provinz Sindh, S) wurden in diesem Jahr mehr als ca. 2.550 Fälle gemeldet, mindestens 11 Menschen sind verstorben. Mitte August wurde die erste Infektion dieses Jahres in der Hauptstadt Islamabad bestätigt. Schutz vor tag- und nachtaktiven Überträgermücken beachten.

Meldung eingestellt am: 01.12.2017

 

Senegal

Dengue: Seit Ende September wurden in der Region Louga (NW) 104 Infektionen bestätigt. Landesweit gab es 724 Verdachtsfälle. Schutz vor tagaktiven Überträgermücken beachten.

Meldung eingestellt am: 01.12.2017

 

Sri Lanka

Dengue: Die grippeähnliche, von Mücken übertragene Viruskrankheit kommt in Sri Lanka regelmäßig vor. Mit einem Übertragungsrisiko ist landesweit zu rechnen, insbesondere während und nach der Regenzeit. In diesem Jahr sind die Fallzahlen besonders hoch, Presseberichten zufolge ist es der bislang größte erfasste Ausbruch. Es wurden bisher ca. 176.250 Erkrankungen gemeldet, das sind bereits mehr als dreimal so viele wie im gesamten letzten Jahr. Etwa 395 Menschen sind verstorben. Am stärksten betroffen ist die Westprovinz mit den Verwaltungsdistrikten Colombo, Gampaha und Kalutara. Die Zahl der Neuinfektionen ist seit Anfang August zurückgegangen und liegt seit Anfang September nur noch leicht über dem Niveau der letzten Jahre. Schutz vor den vorwiegend tagaktiven Überträgermücken beachten.

Meldung eingestellt am: 08.12.2017

 

USA

Fleckfieber, murines: In diesem Jahr wurden im Bundesstaat Texas mehr als 400 Fälle von murinem Fleckfieber (Rickettsia typhi) diagnostiziert. Das sind die höchsten Fallzahlen seit 16 Jahren. Am stärksten betroffen sind die Regionen um Dallas-Fort Worth und Houston. Die Krankheit verläuft mit Fieber und Hautausschlag, führt selten zu Komplikationen und lässt sich antibiotisch behandeln. Betroffen waren ausschließlich Bewohner ländlicher Gebiete unter einfachen Verhältnissen. Nager, speziell Mäuse, bilden das Reservoir für den Erreger, die Übertragung erfolgt durch Flöhe. Das Risiko für Touristen ist relativ gering.

Meldung eingestellt am: 05.12.2017